Patina

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Patina

Patina heißt aus dem Italienischen übersetzt »dünne Schicht« bzw. Belag oder Beschichtung. Angewendet wird der Begriff, wenn eine Oberfläche einen Belag per natürlicher oder künstlicher Alterung aufweist.

Jura Wandleuchte von astro: Wird Messing ohne schützende Lackierung verwendet, tritt nach einiger Zeit eine dunkelnde Patina ein. © astro
Jura Wandleuchte von astro: Wird Messing ohne schützende Lackierung verwendet, tritt nach einiger Zeit eine dunkelnde Patina ein. © astro

Natürliche Patina der Metalle
Grüne Kupferdächer, vergraute Bronzefiguren oder matt brünierte Messinglampen – wer mit offenen Augen durch die Welt der Antikmärkte schlendert, kennt die natürlichen Alterungsspuren traditioneller Metalllegierungen wie Kupfer, Messing oder Bronze. Die dünne Schicht entsteht durch Umwelteinflüsse und der einhergehenden Verwitterung an der Oberfläche. Die Farbe und Dicke der Verwitterungsschicht hängt von der Zusammensetzung der Metalllegierung zusammen. Ist mehr Kupfer enthalten, tritt Grünspan auf. Zink vergraut mit einer witterungsbeständigen Schutzschicht. Zinn oxidiert weißlich. Höherer Eisengehalt führt zu Rost. Aufgrund der schützenden Eigenschaften werden diese Patina-Schichten nicht nur früher sondern auch heute noch künstlich hervorgerufen.

Weltevree lässt den Outdooroven als Grill aus Corten Stahl einfach verrosten! Denn der Rost schützt den Stahl! © Weltevree
Weltevree lässt den Outdooroven als Grill aus Corten Stahl einfach verrosten! Denn der Rost schützt den Stahl! © Weltevree
Weltevree lässt den Outdooroven als Grill aus Corten Stahl einfach verrosten! Denn der Rost schützt den Stahl! © Weltevree

Corten Stahl – das neue Metall für Garten
Wie schützt man einen Stahl natürlich, wenn dieser eher draußen im Garten als drinnen im Haus verweilt? Mit Rost? Was Laien mit einem genervten Kullern der Kinderaugen begleiten, ist für Experten das Nonplusultra: Warum eine neue Schutzschicht auftragen, wenn Mutter Natur eine viel bessere, natürliche Patina erfunden hat? Aber Achtung: nicht jedes verrostete Metallstück ist Corten Stahl. Um diesen überaus beliebten Vintage-Effekt hervorzurufen, greifen viele Hersteller auch zu schnellen, weniger schützenden Rostschichten.

Jepara & Tabana Hocker aus naturbelassenem Teakholz: Auch drinnen setzt Teak nach einer gewissen Zeit eine Patina an, dh. das Holz dunkelt nach. © ikarus
Jepara & Tabana Hocker aus naturbelassenem Teakholz: Auch drinnen setzt Teak nach einer gewissen Zeit eine Patina an, dh. das Holz dunkelt nach. © ikarus

Patina der Hölzer
Auch diverse Holzarten dunkeln nach oder vergrauen witterungsbedingt auf ihrer Oberfläche, wenn diese nicht gegen Umwelteinflüsse mit Lack, Beize, Seife, Öl oder Wachs geschützt werden. Bekanntes Beispiel ist Teak: Nur in trockenen Innenräumen eingesetzt dunkelt das Teakholz nach, außen im Garten stehend vergraut die Oberfläche, wenn man nicht ständig mit dem Öllappen hinterher putzt. Statt jedoch auf natürliche Veränderung zu warten, setzen die meisten bei Holz auf eine künstliche Patina: Ob in der Seife weiße Pigmente schwimmen, dem Wachs Kreide hinzugefügt oder farbige Beizen bzw. Lasuren ihren Einsatz bekommen – der unregelmäßige Auftrag mit Verwischen der erhabenen Flächen führt zu dem erwünschten Vintage-Effekt.

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