Glas

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Glas

Auf die Frage: »Was ist Glas?« möchte man sein selbstverständliches Lächeln aufsetzen und die Frage als zu banal abwehren. Dabei stritten sich die Gelehrten jahrelang um die richtige Definition: »Als Gläser werden alle amorphen Körper bezeichnet, die man durch Unterkühlung einer Schmelze erhält. Der Übergang vom flüssigen in den gläsernen Zustand muss reversibel sein, eine Kristallisation wird ausgeschlossen.« Diese weite Definition schließt alle allgegenwärtigen Silikatgläser ebenso ein wie auch das erst in den 1930er Jahren erfundene Acrylglas.

Wie wird Glas gemacht?
Beschäftigen wir uns mit den viel verwendeten Silikatgläsern und besuchen eine traditionelle Glasbläserei: Die Grundlage Quarzsand und Altglas werden bei hohen Temperaturen aufgeschmolzen, die Schmelze durch Rühren homogenisiert und mit Hilfe von Zuschlagstoffen geläutert, d.h. die Gase ausgetrieben. Mit Hilfe eines Blasrohrs und einer Gussform wird die Glasschmelze mit kräftigem Atem in Form geblasen (mundgeblasen!). Eine schonende Abkühlung verhindert, dass die Hohlform zerspringt.

Was ist mundgeblasen?
Traditionell wurden Gläser als Hohlform von Mund geblasen. Ob Kristallglas oder Hartglas – heute läuft der Prozess meist maschinell ab, wobei teilweise statt Gebläse auch Pressen in größeren Produktionen kombiniert verwendet werden. Flachglas wird dagegen im sogenannten »Floatverfahren« hergestellt, wobei die flüssige Glasschmelze auf einem Bad aus flüssigem Zinn schwimmt (engl. »float«) und erstarrt. Sogenanntes »Floatglas« oder Flachglas wird für Fensterscheiben und Spiegelglas verwendet.

Wie wird Glas recycelt?
Da der Prozess reversibel ist, kann Altglas immer wieder einer neuen Glasschmelze hinzugeführt werden. Jedoch ist eifriges Sortieren angesagt, wenn klare Gläser ohne Farbstich erwünscht sind. Der größte Anteil der recycelten Gläser fließt in die maschinelle Verwertung als Flaschen  und Behälter.

Wie wird Glas satiniert?
Um einen matten Effekt auf der Glasoberfläche zu erreichen, wird diese entweder sandgestrahlt oder mit Flusssäure geätzt. Satiniert erscheint die Glasoberfläche rau, milchig und undurchsichtig. Vor allem bei Leuchten, Vasen und Windlichter wird dieser schmückende Effekt gerne eingesetzt.

Was ist Opalglas? Was ist Milchglas?
Milchglas entsteht durch Beimischen von Calciumphosphat, Fluoriden oder Zinndioxid zur Glasschmelze, um eine Trübung durch Einbettung feinster Teilchen hervorzurufen (Trübglas). Die glänzend weiße Oberfläche ahmt fein glasiertes Porzellan nach. Mit Kryolith, einem Natrium-Fluorid, getrübte Gläser werden entweder Kryolithglas bzw. Opalglas genannt, da bei geringer Verwendung des Trübmittels ein opalisierender Effekt eintritt. Im englischsprachigen Raum wird Opalglas synonym zu Milchglas verwendet.

Warum zerspringt Glas bei Hitze?
Nicht alle Gläser eignen sich als hitzebeständiges Geschirr: Um die Empfindlichkeit zu erniedrigen, wurde schon im 19. Jahrhundert mit Zuschlagstoffen zur Glassschmelze experimentiert. 1887 stellt der deutsche Chemiker und Glastechniker Otto Schott erstmals Borosilikatglas her, in dem er zu dem klassischen Quarzsand Bortrioxid, Alkali- und Aluminiumoxid hinzufügt. Das hitzeunempfindlichere Borosilikatglas läuft als Geschirr, Kannen, Krügen und Gläser unter verschiedenen Markennamen wie JenaerGlas, Duran oder Pyrex.

Was für ein Glas als Tischplatte?
Im Möbelbau wird Flachglas als Fachböden in Vitrinenschränke, Wandregalen und Standregalen verwendet. Wird jedoch eine größere Glasfläche für Tische und Beistelltisch eingesetzt, greifen die Hersteller zu ESG oder Sicherheitsglas, das eine höher Stoß- und Schlagfestigkeit als Flachglas aufweist. Das sogenannte Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) wird nach Zuschnitt und Schliff auf Temperaturen oberhalb der Transformationstemperatur erhitzt und schlagartig wieder abgekühlt, um eine Vorspannung des Glases zu erzielen. Durch den Spannungsunterschied vom Kern der Scheibe (Zugspannung) zur Glasoberfläche (Druckspannung) zerbricht Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) in kleine Scherben, um wirksam Schnitt- und Stoßverletzungen zu verhindern. Nachteil dieser Schutzbehandlung ist, dass Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) herstellungsbedingt häufig über eine leicht wellige Oberfläche verfügt, die kein Reklamationsgrund darstellt.

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