Ludwig Mies van der Rohe

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Ludwig Mies van der Rohe

»Less is more« steht breit geschrieben über seinem Werk: Ludwig Mies van der Rohe begründet den Minimalismus in der Architektur …

Die Architektur der »Weißen Moderne« im Sinne der Bauhaus-Schule mit einer wetterfesten Thonet Ausführung des S 533 Stuhls von Ludwig Mies van der Rohe. © Thonet
Die Architektur der »Weißen Moderne« im Sinne der Bauhaus-Schule mit einer wetterfesten Thonet Ausführung des S 533 Stuhls von Ludwig Mies van der Rohe. © Thonet

Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) startet seine erfolgreiche Karriere klein und fein in Aachen, wo er als Mauerlehrling von 1899 bis 1901 an der Gewerbeschule seinen Grundstein legt. Statt zu mauern, setzt der junge Aachener auf sein Zeichentalent, arbeitet als Zeichner für Stuckornamente, ab 1904 beim Aachener Architekten Albert Schneiders. Ab 1905 wechselt er nach Berlin zum frisch hinzugezogenen Architekten Bruno Paul und besucht nebenbei Vorlesungen der Kunstgewerbeschule Berlin und der Hochschule für bildende Künste. Ganz entgegen dem herrschenden, verspielten Historismus der Gründerzeit und dem aufkommenden Jugendstil setzt Ludwig Mies van der Rohe auf eine schlichtere, sachlichere Architektur, die ihm sein Lehrmeister Bruno Paul empfiehlt, als er 1907 sein erstes eigenständiges Bauwerk errichten lässt. 1908 wechselt er zu Peter Behrens, wo auch Walter Gropius arbeitet. Nach einem kurzen Zwischenhalt in den Niederlanden eröffnet Ludwig Mies van der Rohe 1913 sein eigenes Architektubüro in Berlin, wo er bis zum 1. Weltkrieg zahlreiche grundsolide Bauten vollbrachte. 

S 533 Stuhl von Ludwig Mies van der Rohe für Thonet: selten sieht ein Freischwinger so schwungvoll aus. © Thonet
S 533 Stuhl von Ludwig Mies van der Rohe für Thonet: selten sieht ein Freischwinger so schwungvoll aus. © Thonet

Nach dem Krieg wandelt sich seine Architektur: Statt solider Bauten in Stein greift er Ideen von Frank Lloyd Wright auf, entwickelt erstmals visionäre Studien mit variablen Nutzungsflächen, vollständig verglasten Fassaden oder Stahltragwerken statt Mauern. 1923 verwirklicht Ludwig Mies van der Rohe erstmals seinen neuen Ansatz in einem Wohnhaus als hell verputzter Kubus mit Flachdach. Zur Senkung der Baukosten entwickelt er vorfabrizierte Normteile wie Fenster und Treppen. Sein streiterisches Auftreten für die Moderne bringen ihm die Leitung der Stuttgarter Weißenhofsiedlung 1927 ein, wo er einerseits auf den ebenfalls visionären Le Corbusier als auch auf die neuen Freischwinger Stühle von Mart Stam aufmerksam wird, die ihn zu einem seiner wenigen Möbel-Entwürfe beflügeln. Sein Erfolg gibt ihm die künstlerische Leitung der Weltausstellung 1929 in Barcelona, wo er mit dem weltberühmten Barcelona-Pavillom auftrumpft. 1930 wird er Direktor des Bauhaus in Dessau, das 1932 aus politischen Gründen geschlossen wurde. Trotz der offenen Ablehnung seiner Architekturvorstellungen emigriert Ludwig Mies van der Rohe erst 1938 in die U.S.A., nimmt verschiedene Lehrtätigkeiten auf, gründet 1939 sein Architekturbüro, wird 1944 amerikanischer Staatsbürger, plant und verwirklicht zahlreiche seiner Visionen erfolgreich und überaus geehrt.

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