Ilmari Tapiovaara

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Ilmari Tapiovaara

»Gutes Design für jedermann« ist das demokratische Ansinnen des finnischen Designers Ilmari Tapiovaara (1914-1999): Nur streiten sich heute die Gelehrten – unsinnigerweise (!), ob dieses Motto politisch motiviert oder eher aus Gründen der Knappheit entstanden ist. Fakt ist, dass der junge Mann Innarchitektur am Institut für Industriedesign in Helsinki studiert und nach seinem Abschluss 1937 durch den Besuch der Pariser Weltausstellung eine begehrte Assistentenanstellung im Büro des französischen Architekten Le Corbusier. Schon während seines Studiums glüht der angehende Innenarchitekt für das schlichte Möbel-Design von Alvar Aalto, den er in einem Praktikum näher kennenlernt und wertschätzt. Nach seinen europäischen Ausflügen startet Ilmari Tapiovaara seine Karriere bei Asko, Finnlands größten Möbel-Hersteller, 1941 wechselt er zu Keravan Puuteollisuus. Aufgrund des Zweiten Weltkrieges und den harten Nachkriegszeiten mit ihren gewöhnlichen Verknappungen vertieft Ilmari Tapiovaara sein Tun ganz der skandinavischen Tradition folgend in die industrielle Verarbeitung von Holz. Um der hohen Nachfrage nach preisgünstigen Tisch- und Stuhl-Serien nachzukommen, treibt er die industrielle Verarbeitung mit funktionellen, meist zerlegbaren Konstruktionen voran. Zusammen mit seiner Frau Annikki entwirft er 1946 den »Domus« Stuhl, aus dem sich der typische Schulstuhl Finnlands ableitet. Vor allem in den 1950er Jahren entwirft er zahlreiche seiner heutigen Möbel-Designklassiker – die filigrane »Mademoiselle« Stuhl-Serie mit ihren vertikal verstrebten Lehnen, die einmaligen »Trienna« Couch-/Beistelltische, die zierliche »Pirkka« Stuhl-Serie oder die geradlinig moderne »Kiki« Tisch- und Lounge-Serie mit dem Archetyp des modernen Sessels. Nicht nur dass Ilmari Tapiovaara sechs »Compasso d’Oro« der Mailänder Triennale einheimst, den »Good Design Award« und mehrere finnische Auszeichnungen, seine Möbel werden heute wieder von der finnischen Design-Marke Artek meisterhaft neu aufgelegt.

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