George Nelson

31 Produkt(e) gefunden

Große Ansicht Kleine Ansicht

31 Produkt(e) gefunden

Große Ansicht Kleine Ansicht

George Nelson

George Nelson (1908-1986) studiert Architektur an der renommierten Yale University, erhält für zwei Jahre ein Stipendium an der amerikanischen Akademie in Rom. Beeindruckt von der europäischen Architektur- und Design-Avantgarde durchreist er in den 30er Jahren Europa und interviewt führende, moderne Architekten, in der Hoffnung diese Artikel in den USA zu veröffentlichen. Und er hat durchschlagenden Erfolg: Als Redakteur in verschiedenen Zeitungen macht er sich nicht nur einen Namen, sondern wird in den folgenden Jahren auch Herausgeber beim »Architectural Forum« Magazin. Innovative Konzepte und Ideen streut er in seine Artikel ein wie »Storagewall«, das erste modulare Regalsystem: Präsentiert 1945 in einem »Life« Magazin-Artikel weckt es die Aufmerksamkeit amerikanischer Möbelfirmen, die in Zeiten des erwarteten Aufschwungs neue günstige Möbelkonzepte suchen. 1946 beginnt George Nelson als Designdirektor bei der amerikanischen Möbelfirma Herman Miller, die in der gleichen Zeit eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Schweizer Firma Vitra für den Möbelvertrieb in Europa startet. Als Designdirektor auf einer einflussreichen Schlüsselposition im Unternehmen eingesetzt, sucht sich George Nelson konkurrenzfähige Mitstreiter wie Ray und Charles Eames, Isamu Noguchi, Alexander Girard sowie den Architekten Paul László als Co-Designer aus. Gegenseitig sich anspornend entwirft George Nelson zahlreiche Klassiker im modernen Möbel-Design: Von der »Ball Clock« (1947) und ihren vielen, folgenden Wanduhren-Mitstreitern, den unzähligen »Bubble Lamps« (1952) über das farbenfrohe Marshmallow Sofa und den Coconut Chair (1956) bis zum Home Desk Sekretär (1958). Stets die Rückwärtsgewandtheit der amerikanischen Möbelindustrie anprangernd setzt er sich für ein modernes, funktional ausgerichtetes Heim, das sich den Bedürfnissen seiner Bewohner anpasst, ein: »Totales Design ist nichts mehr oder weniger als ein Prozess alles und jedes zu berücksichtigen und zu vernetzen.«

Selbst präsentiert George Nelson sich als einen »Outsider« der Designerszene, benennt es als einen reinen Zufall, dass er sich von der Architektur weg- und dem Design zuwandte. Und so beschreibt er seine meist über Vitra auch heute noch vertriebenen Designklassiker als eine Reihe von kreativen Einfällen, die ihm ungeahnt wie aus dem Nichts einfielen. Seine viel beachtete »Action Office« von 1964 lassen George Nelson in den letzten Jahren seines aktiven Schaffens bis 1972 mehr vom allgemeinen Möbel-Design zur Konzeption funktionaler Büromöbel driften.

Achtung! Information