»Es gibt immer Neues zu entdecken«

Das International Interior Business Magazin Möbelmarkt hat Volker Hohmann im Frankfurter ikarus…design kaufhaus getroffen und mit ihm über Online-Handel und den stationären Markt gesprochen. Lesen Sie selbst…
Volker Hohmann ist Gründer und Geschäftsführer des Design-Versands »ikarus«. Doch auch wenn der Katalog mit 500.000 Exemplaren Auflage und der große Online-Shop immer noch das Hauptstandbein des Unternehmens sind, so gehören auch zwei Designkaufhäuser in Frankfurt und Stuttgart zum Unternehmen – und in diesen herrschen durchaus auch mal andere Gesetze als im Online-Handel.
Möbelmarkt-Redakteur Arnd Schwarze besuchte Volker Hohmann in seinem Geschäft an der Hanauer Landstraße und erlebte einen bunten Mix aus Design-Stilen, aus Großem und Kleinem, aus Schönem und Nützlichem. Im Interview erläutert Hohmann, welche Besonderheiten er für die stationären Geschäfte beachten muss und welche Bedeutung die Konsumgütermesse Ambiente für sein Geschäft hat.
Möbelmarkt: Herr Hohmann, viele Möbelhäuser kämpfen heute mit Frequenzproblemen und versuchen, mit großen Fachsortimente-Abteilungen gegenzusteuern…
Volker Hohmann: Naja, die Frequenz wird sicherlich nicht mehr. Aber wir haben zwischen Möbeln und Fachsortimenten nie eine Trennung gezogen, für uns ist das eins!
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MM: Sie kommen aus dem Katalogbereich, haben dann einen Online-Shop aufgebaut – warum kamen dann auch noch die stationären Geschäfte dazu?
VH: Das war am Anfang fast ein bisschen Liebhaberei. Als andere in dem Segment zumachten, haben wir gedacht: Wir bekommen das sicher hin, wir können das doch bestimmt besser! Aber gerade hier, auf der Hanauer Landstraße, haben wir doch lange gebraucht, bis der Laden richtig gut funktioniert hat. Bis die Darstellung richtig rund war – vom Konzept her.
MM: Was hat es denn gebraucht, um den Kunden richtig anzusprechen – gerade im Vergleich zu Ihrem Online-Shop?
VH: Man muss das Sortiment leben, es darf nicht zu clean rüberkommen. Wir versuchen gerade bei den kleinen Accessoires einen häufigen Wechsel reinzubekommen, damit der Kunde, wenn er nach drei Monaten wiederkommt, auch wieder was Neues findet. Dass es für ihn nicht langweilig wird. Wir mussten auch für den Einzelhandel bestimmte Sortimente ergänzen, die sich für den Versandhandel nicht lohnen – Geschenkpapier, kleine Kerzen zu Weihnachten, Bücher zum Blättern – so etwas macht den Laden liebenswert.
MM: Ist die Ambiente für Sie bei Ihrem Sortiment immer noch die wichtigste Messe?
VH: Ja, das ist auf jeden Fall so. Und erfreulicherweise liegt diese Messe für uns auch noch direkt vor der Tür. Zwar spielen auch die imm cologne und die Mailänder Möbelmesse eine Rolle, was das Möbelsortiment betrifft. Aber die Fachsortimente decken wir zu 80% oder sogar 90% über die Messe Ambiente ab.
Die Küchenabteilung im Obergeschoss und alles rund um Bad und Bett bieten viel Inspiration. Hier findet man immer etwas Neues.
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MM: Können Sie mit all Ihrer Erfahrung eigentlich aus den Sonderschauen oder Nachwuchs-Designpreisen noch etwas ziehen? Sehen Sie sich das an?
VH: Ja, auf jeden Fall. Die Ambiente ist ja sehr groß – und ich laufe die Gänge da wirklich alle ab. Aber auf so einer Trendschau entdecke ich dann immer wieder Produkte, die ich auf dem Messestand einfach übersehen habe. Diese Dinge sind ganz wichtig, es wäre aus meiner Sicht fatal, wenn es die nicht mehr gäbe. Das macht so eine Messe auch aus.
MM: Was muss ein Produkt eigentlich mitbringen, um ein ikarus-Produkt zu werden?
VH: Es muss sicher einen bestimmten Lifestyle und eine gewisse Formensprache mitbringen. Das lässt sich aber schwer definieren, da ist viel Gefühl dabei. Aber das ist es vielleicht auch, was es so gut macht, sonst könnte es ja jeder umsetzen.

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