In der Lehrlingswerkstatt von Carl Hansen lernen die Auszubildenden die Grundlagen des Möbelschreinerns.

Ein Blick hinter die Kulissen – die Lehrlingswerkstatt von Carl Hansen

Natalie Glebe
Natalie Glebe
Bei Carl Hansen & Søn wird jedes einzelne Möbelstück von Meistern ihres Fachs gefertigt. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen und nehmen Sie mit in die Lehrlingswerkstatt.
Seit der Gründung 1908 auf der dänischen Insel Fünen bis heute hat sich eines nicht geändert: die Wertschätzung bester Handwerkskunst mit allem was dazu gehört. Von Beginn an setzt der Tischler Carl Hansen auf die Zusammenarbeit mit außergewöhnlich guten Designern. Und so ist der Mut nur noch verständlicher, dass der Sohn des Gründers, Holger Hansen, 1949 auf den jungen, damals noch unbekannten Designer Hans J. Wegner zugeht und um eine Zusammenarbeit bittet. Was dann geschah ist Geschichte – und ein gutes Beispiel dafür, was erreicht oder erschaffen werden kann, wenn beispielloses Design und kompromisslos gute Handwerkskunst zusammenkommen.
Ein Blick in die lehrlingswerkstatt von carl hansen. hier wird am ch24 wishbone chair gearbeitet.
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© Carl Hansen & Søn

CH24 Wishbone Stuhl

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Preis: ab 499,00 €
MG501 Cuba Chair Klappstuhl

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BK11 Lounge Sessel

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ND54 Hochstuhl

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Um diesen hohen Standard an sich selbst möglichst für immer zu halten, braucht es früher oder später Nachwuchstalente in den Werkstätten von Carl Hansen. In der Ausbildung lernen die zukünftigen Möbelschreiner:innen innerhalb von etwa drei Jahren und vier Monaten alles, was es zur Fertigung der hochwertigen Möbel braucht. Dabei startet jede Lehre in der Lehrlingswerkstatt, in der in Workshops grundlegende Handwerksmethoden vermittelt werden. Auch unverwechselbare Techniken, wie die Schwalbenschwanzverbindung, die eine der bekanntesten Signaturen der Möbelschreinerkunst ist und sehr viel Übung erfordert, steht hier auf dem Plan. Nach diesen intensiven ersten Wochen lernen die Lehrlinge die Produktion kennen: von der Schreinerei, über die Tischabteilung bis zur Maschinenwerkstatt, und mit der Oberflächenbehandlung und den Flechttechniken mehr ins Detail gehend. Im Laufe der Ausbildung wiederholen sich diese Zyklen, sodass sie zum Schluss bis zu zehn Mal in die Lehrlingswerkstatt zurückkehren.
Neben dem Kennenlernen der grundlegenden Techniken, dürfen die Auszubildenden selbst Möbel, wie Tische, Regale und Produktionshilfsmittel für den internen Gebrauch herstellen. So haben sie zusammen mit ihren Meistern die heutige Werkstatt selbst von Grund auf neu gebaut. Diese Kombination aus Möbelherstellung für den internen Gebrauch, dem Kennenlernen der historischen Kollektionen und Techniken und dem Restaurieren älterer Möbel tragen dazu bei, vielseitige, talentierte Möbelschreiner:innen auszubilden. Aktuell bildet Carl Hansen 16 Schreiner:innen in der Produktion in Gelsted auf Fünen aus.
Lehrlinge in Gelsted auf Fünen während eines Workshops bei Carl Hansen & Søn.
Lehrlinge in Gelsted auf Fünen während eines Workshops. © Carl Hansen & Søn
Tradition, Handwerk und Qualität werden hier großgeschrieben. Es ist also nicht verwunderlich, dass Carl Hansen & Søn die Ausbildung ihres »Nachwuchs« nicht aus den Händen gibt, sondern selbst dafür sorgt. Nicht zuletzt auch, da die angehenden Meister ihres Fachs den Designer:innen wertvolles Feedback geben können, ob ihr Entwurf so machbar ist. Auch Hans J. Wegner war gelernter Schreiner, arbeitete für seinen Wishbone Chair aber mit vielen talentierten Handwerkern zusammen.
Ein Blick in die lehrlingswerkstatt von carl hansen. hier wird am ch24 wishbone chair gearbeitet.
Ein Blick in die lehrlingswerkstatt von carl hansen. hier wird am ch24 wishbone chair gearbeitet.
Schleifen – maschinell und per Hand will beides gelernt sein. © Carl Hansen & Søn
Ein Blick in die lehrlingswerkstatt von carl hansen. hier wird am ch24 wishbone chair gearbeitet.
Ein Blick in die lehrlingswerkstatt von carl hansen. hier wird am ch24 wishbone chair gearbeitet.
Das Weben der Sitzfläche kostet viel Zeit: Rund eine Stunde wird allein dafür benötigt, die 120 Meter lange gewachste Papierkordel zu einer Sitzfläche zu flechten. Rund 50 Jahre soll dieses Geflecht bestehen und kann nach dieser Zeit ausgetauscht werden, um ein weiteres halbes Jahrhundert zu halten. © Carl Hansen & Søn

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