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Der Aue Pavillon der documenta 12 - Hier wuchs Kunst.
Der Aue-Pavillon der documenta 12 in Kassel war ein riesiges Gewächshaus der Architekten Lacaton & Vassal. 100 Tage beherbergte er Kunst. Jetzt steht er zum Verkauf. Ganz exklusiv. In Teilen. Für Sie. Als ikarus-Kunde. 
Zwei Gewächshäuser standen sich gegenüber. Das eine Orangerie des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel und seiner Gemahlin Maria Amalia. Erbaut 1701 bis 1711. Staatlich sieht es aus und stattlich. Durchgefärbt in gelborange.139,4 Meter lang, das Hauptgebäude. Ein zweigeschossiger Mittelteil. Zwei dreigeschossige Eckpavillons. Riesige Fensterflügel breiten sich aus. In Richtung Karlsaue. Dort stand das zweite Gewächshaus für 100 Tage. Der sogenannte Aue-Pavillon der documenta 12. Riesige U-Form. Sechs Meter hoch. Silbrig-glänzend im Sommerlicht. Er war Teil des großen Kunstspektakels 2007. Der Aue-Pavillon (Entwurf Lacaton & Vassal) war der größte Ausstellungsort der documenta 12, 2007. Mit einer Ausstellungsfläche von insgesamt 9500 Quadratmeter beherbergte der Pavillon circa ein Drittel aller Exponate. Insgesamt wurden hier Arbeiten von 57 Künstlern gezeigt, darunter großräumige Einzelinstallationen wie beispielsweise die Siegesgärten von Ines Doujak. |  | Die Idee von etwas Wachsendem 754.301 Besucher wandelten in ihm. Wer wohl unter ihnen war? Zählt die documenta in Kassel doch zu den weltweit wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Eine schöne Idee war das, sollte doch der Aue-Pavillon an die Ausstellungsarchitektur für Weltausstellungen – wie etwa an den Crystal Palace von Joseph Paxton für die Weltausstellung von 1851 in London oder an das Grand Palais in Paris von 1900 – anknüpfen. Zwei Gewächshäuser. Hier Orangerie des Landgrafen Karl, dort Aue-Pavillon der documenta 12. Hier barocke Architektur des 18. Jahrhunderts. Dort Moderne. Marmor und üppige Verzierung kontra Polycarbonat und Stahlträger. Trotzdem: Die Idee, die beiden Bauten zu Grunde liegt, ist dieselbe. Die Idee von etwas Wachsendem: Ein Gewächshaus ist einbesonderes Haus. Man ist nicht richtig drinnen, man ist nicht richtig draußen. Man sieht den Himmel. Das da Draußen. |  | Ein ganz besonderer Ort Gleichzeitig ist man geschützt. Vor Regen und Wind. Es ist ein Mikrokosmos. Der Großes wachsen lässt, der Kleines, Zerbrechliches behütet. Ein ganz besonderer Ort. Die ersten Gewächshäuser waren eben jene Orangerien von Großen und Mächtigen. Allein schon die Hülle eines Gewächshauses: ein Prestigeobjekt. Und das Innere? Sicherlich auch ein Beweis dafür, wie fortschrittlich die Hausherrin, der Hausherr war. Wie weltbereist und offen gegenüber Neuem. Befanden sich in ihm doch nur die neuesten Entdeckungen vergangener Jahrhunderte: Ananas. Orangen. Zitronen. Palmgewächse. Tropische Farne und Sträucher. Wenn Gäste geladen waren, war das "Gewächshaus" sicherlich der Höhepunkt des Amüsements der feinen Gesellschaft. Hier wurde gestaunt über das Wundersam-Fremde und über das Wunder, es zum Blühen zu bringen. Heute bringt man sich selbst gerne "zum Blühen": Im Winter, wenn es draußen zu kalt ist, um lange draußen zu bleiben und drinnen zu dunkel, um genug Sonne zu tanken. Da sitzt man in der zeitgemäßen Variante der Orangerie, dem Wintergarten. Nicht ganz drinnen. Nicht ganz draußen. In einer gewissen Weise optimal dazwischen. |  | Das Maximalprinzip des Wohlbefindens Ein Gewächshaus, Maximalprinzip des Wohlbefindens geschaffen durch ein Minimalprinzip der Mittel. Genauso lässt sich auch das Arbeitscredo der Architekten Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal (Lacaton & Vassal, Paris) beschreiben, die ihre Idee für eine Ausstellungsfläche moderner Kunst auf der documenta 12 umsetzen konnten. Das ist kein Zufall. Ein zentraler Gedanke der Arbeit von Anne Lacaton, Jahrgang 1955, geboren in Saint Pardoux la Rivière, Frankreich und Jean-Philippe Vassal, Jahrgang 1954, geboren in Casablanca, Marokko war stets das Gewächshaus. Dieser Keimzelle ihres kreativen Schaffens verdanken sie denn auch ihren internationalen Ruhm: Die Schaffung maximaler Wohnqualität, bereitgestellt durch die Nutzung natürlicher Wohlfühlkomponenten wie Licht und Sonne, eingefangen an einem besonderem Ort: Dem Wintergarten, der modernen Variante des Gewächshauses. |  | Spielraum. Freiraum. Lebensraum. Dabei orientieren sich ihre Bauten an traditioneller Bauweise, an Industriebauten und an dem Improvisationstalent der Armut. Letzteres findet sich auch in der Wahl der eingesetzten Mittel wieder: Während für andere das Teuerste gerade gut genug ist, experimentieren Lacaton & Vassal sehr gerne mit: Wellpappe. Sperrholz. Beton. Wie darf man das verstehen? Spottet da jemand über die modernen Errungenschaften von Technik und Wissenschaft? Geht es in der Architektur nicht darum, neue Materialien in neuen Formen und ungesehenem Kontext zu verknüpfen? Ökonomisch. Ergonomisch. Ökologisch. Sinnvoll. Aber auch gigantisch. Pompös? Und dann das: Wellplastik. Sperrholz. Vom Regen durchlöcherter Beton wie im Inneren des Palais de Tokyo in Paris. Offene Kabelschnüre. Lose von der Decke. |  | Je mehr Fläche. Desto mehr Freiheit. Hier kommt der zweite Aspekt ihres Schaffens zum Tragen: Lacaton & Vassal versuchen in ihrer Architektur die zur Verfügung stehenden Mittel zu Gunsten von möglichst viel Nutzfläche einzusetzen. Je mehr Fläche. Desto mehr Freiheit. Desto mehr Möglichkeiten. Damit lassen sie manchen im Regen stehen. Besonders dann, wenn sie behaupten, das Ganze hätte etwas mit Luxus zu tun. Und wenn doch etwas dran ist? Der Luxus besteht in der Bereitstellung von möglichst viel Raum. Spielraum. Freiraum. Lebensraum. Gestaltungsraum. Da macht es Sinn, wenn Lacaton & Vassal sagen, dass sie gute Bedingungen schaffen wollen für Menschen.Ihnen Platz geben, Blumen wachsen zu lassen. Ihnen Freiheit zu ermöglichen. Raum, um Freiheit gestalten zu können, Freizeit gestalten. Das ist Luxus für Lacaton & Vassal. | 
| Oder doch die Ananaszucht in der eigenen Orangerie? Daneben tritt ihre Architektur zurück, will nicht Hauptperson sein, Kunstwerk, in dem man versucht, einzig dem Gedanken des Architekten zu folgen: Bei Lacaton & Vassal drängt sich nicht das Berühmte "Was hat sich der Architekt dabei gedacht?" auf, Lacaton & Vassal werfen den Betrachter zurück auf sich selbst. Hier steht man und fragt: Was kann ich hier machen? Nicht, was macht das Objekt mit mir. Bauten von Lacaton & Vassal, das sind weiße Leinwände, unbeschriebenes Papier. Keine fertigen Romane, sondern Raum für Improvisation und Inspiration.So dürfen sich jetzt hier Ihre Fragen anschließen: Wäre so ein Gewächshaus nicht ein perfekt-unperfekter Raum für eine Strand-Lounge? Ein scheinbar improvisiertes Szenario für eine riesige Hinterhofparty? Eine luxuriöse Raucherbar? Ein Atelier für Riesenformate? Outdoorkantine Ihres Unternehmens? Ausstellungsfläche für einen Sommer? Bootshaus für Ihr Motorboot? Oder doch die Ananaszucht in der eigenen Orangerie? Luxus ist die Bereitstellung von möglichst viel Raum bei möglichst geringen Kosten – und in diesem speziellen Fall besteht der Luxus auch darin, Ausstellungsarchitektur der documenta 12 gewesen zu sein. | 
| Preisliste Documenta 12 Pavillon September 2008
| Bezeichnung | ohne MwSt | inkl. MwSt | | Basishalle Grundfläche 20 x 9,60 m ohne Wand mit gebrauchtem Tragluftdach | 6.600 Euro | 7.854 Euro | Anbaumodul Grundfläche 20 x 9,60 m ohne Wand mit gebrauchtem Tragluftdach | 6.200 Euro | 7.378 Euro | | 20 lfd. Wand Polycarbonat, transparent, gebraucht, Original documenta 12 | 600 Euro | 714 Euro | | 20 lfd. Wand Ondex Bio 2, transparent, vergilbt nicht, neu | 900 Euro | 1.071 Euro | | 9,60 lfd. Giebelwand Polycarbonat, transparent, gebraucht, Original documenta 12 | 500 Euro | 595 Euro | | 9,60 lfd. Giebelwand Ondex Bio 2, transparent, vergilbt nicht, neu | 700 Euro | 833 Euro | | Tragluftdach Folie 2-fach, neu, je Modul | 735 Euro | 874,65 Euro | | 40 lfdm. Klemmprofile, neu, je Modul | 340 Euro | 404,60 Euro | | Aluminium-Sonnenschutzgewebe zum festen Überspannen des Daches, gebraucht, Original documenta 12, je Modul | 1.200 Euro | 1.428 Euro | | Innen-Beschattung Horizontal-Vorhang, Aluminium-Sonnenschutzgewebe individuell zu öffnen Original documenta 12, je Modul | 1.500 Euro | 1.785 Euro | | Innen-Beschattung Vertikal-Vorhang, Aluminium-Sonnenschutzgewebe an den Wänden Original documenta 12, je qm | 10 Euro | 11,90 Euro | | Tür Längswand | 600 Euro | 714 Euro | | Tür Giebelwand | 600 Euro | 714 Euro | | Schiebetür Giebelwand | 900 Euro | 1.071 Euro | Giebelwand Glasfassade, bestehend aus drei Teilen je 3,80 m hoch, 3,20 m lang, Original documenta 12 | 4.800 Euro | 5.712 Euro | Projektionsfläche motorisiert, bestehend aus drei Teilen je 3,80 m hoch, 3,20 m lang, mit Antrieb Original documenta 12 | 1.800 Euro | 2.142 Euro | Alle Original documenta 12-Teile immer nur solange Vorrat reicht. Preise ab Lager Gelnhausen. Falls Sie Interesse an einem documenta 12 Aue-Pavillon oder einem Teil davon haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung: Fon: 0180 - 592 1000 (max. € 0,14/min aus dem deutschen Festnetz, max. € 0,42/min aus dem Mobilfunk) Fax: 0180 - 592 2000 (max. € 0,14/min aus dem deutschen Festnetz, max. € 0,42/min aus dem Mobilfunk) eMail: documenta@ikarus.de ikarus Design Handel GmbH Gutenbergstraße 3 63571 Gelnhausen Alle Informationen zum documenta 12 Aue-Pavillon können Sie sich auch downloaden: Exposé zum documenta 12 Aue-Pavillon (15 Seiten, .pdf-Format, 1615 KB) Aufbauanleitung des documenta 12 Aue-Pavillons (53 Seiten, .pdf-Format, 2137 KB, in französischer Sprache)
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