Als „Neons“ bezeichnen die Amerikaner im Allgemeinen jede Art von Leuchtreklame. Ganz spezielle Absichten – nämlich die eines leidenschaftlichen Sammlers – hat Christopher Sheldon Mitte der 1980er als er die schmückenden Werbe-Kunstwerke aus Glasröhren restauriert und für die Verwendung im deutschen Stromnetz umbaut. Aus dem studiumsbegleitenden Hobby wird 1990 eine Geschäftsidee. Anfangs werden Leuchten nach Kundenwunsch gefertigt, darauf folgt alsbald der Import authentisch amerikanischer Neon-Displays und die Weitergabe des technischen Know-hows in Form von Bauteilen und Zubehör für die deutsche und europäische Leuchtenindustrie. Der Technologie-Transfer über den großen Teich nimmt schnell an Volumen zu: Bald treffen am Firmensitz von American Neons in Münster wöchentlich tonnenschwere Luftfrachten ein – eine Entwicklung, die auch von der Teilhaberschaft an einem der amerikanischen Herstellungsbetriebe begünstigt wird. Mit dem Umzug Ende 1995 kann das Unternehmen seine Produkte auch in großem Still selbst produzieren – auf diese Weise entsteht eine „... original amerikanische Glasbläserei ...“ im Herzen Westfalens, deren Sortiments- und Leistungsspektrum auch vor Spezialanwendungen (z. B. splittergeschützten Röhren) nicht Halt macht. Mit einem eigenen Rücknahme- und Recyclingkonzept sowie energiesparender Fertigungsanlagen wird bei American Neons darüber hinaus auch der Umweltschutz zum Thema.