Costes Armlehnstuhl. 1985 rekrutiert der italienische Möbelhersteller Driade den damals Aufsehen in der Designszene erregenden 35-jährigen Franzosen, um das Möbel-Sortiment durch dessen kreative Stahlkraft aufzuwerten. Den Stuhlsessel-Originalentwurf hatte Philippe Starck als gesamtverantwortlicher Designer für die Renovierung des Café Costes in Paris bereits dort erfolgreich eingeführt: Damit die Servicekräfte nicht über zwei seitlich ausladende, hintere Stuhlbeine stolpern können, ordnet er für diesen Stuhlsessel das schwarz lackierte Stahlrohr-Gestell in ungewöhnlicher Dreibein-Konstruktion an. Driade verkauft den Costes Armlehnstuhl fortan an Privathaushalte, wofür der zierliche Stuhlsessel mit einer Extraportion Wohnlichkeit aufgewertet wurde. Geblieben ist die oben »gelochte« Rückenlehne aus modern geschwungenem Schichtsperrholz in Mahagoni-Echtholz-Finish in natürlichem rotbraunen Holzton oder in mattem Schwarz lackiert. Aufgewertet wurde die Sitzfläche in der Höhe von 47 cm mit einem Bezug aus schwarzem Leder, unter dem sich ein komfortabler Polster-Kern aus Polyurethanschaum verbirgt. Der legendäre Costes Armlehnstuhl markiert den Anfang einer fruchtbaren Zusammenarbeit unzähliger Möbel-Entwürfe von Philippe Starck und Driade, die mittlerweile schon über ein Vierteljahrhundert währt.
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