Nikolaï Carels, Jahrgang 1967, studiert an der Rietveld Akademie in Amsterdam und gewinnt noch während der Studienzeit mit einem Flötenwasserkessel einen Kreativwettbewerb der niederländischen Kaufhauskette Hema. Das Gerät ist gleichzeitig der erste Entwurf, den das Unternehmen aus dem Wettbewerb für die Serienproduktion heranzieht – es wird auch heute noch verkauft. 1992 macht er sich mit seinem Studio NCPD („Nikolaï Carels Product Design“) in Overveen selbstständig und konzentriert seine Arbeit auf erschwingliche Konsumgüter.
Für seine Ideenfindung sei es entscheidend zuzuhören und hinzuschauen. Dies setze eine genaue Kenntnis des Marktes und der Kunden voraus. Die Kreation neuer Produkte hört für Carels nicht beim Prototypenbau auf. Er sieht es als wichtig an, seinen Ideen bis an die Produktionslinie im Herstellungsbetrieb zu folgen. „Der Eindruck eines Produktes muss hängen bleiben“ sagt er und strebt in seinen Entwürfen stets eine Verschmelzung von Ästhetik und Funktion an. Auf diese Weise hat sich Nikolaï Carels erfolgreich an viele Projekte für die Verwendung in Haus und Küche herangearbeitet – das von ihm ersonnene Schneidbrett erhält 2005 den „red dot award“.