Gehören Sie auch zu den Menschen, denen es wirklich schwer fällt, gerade den Fotoapparat zu halten und somit ein Bild mit geradem Horizont zu fotografieren? Stets kippt der schicke Segler oder Dreimaster aus dem Foto? Und Ihre Freunde erzählen etwas wie »bestens geeignet als Werbung für eine Lomo Kamera«? Nehmen Sie es locker und starten Sie mit einer echten Lomo Kamera neu durch.
Die Lomo Kamera leitet sich von Kleinbild-Kameras »LOMO Compact Automat« der Sankt Petersburger Firma Lomo ab. Diese Kameras waren die einzigen Sucherkameras mit Innenlichtmessung in den Ländern des Ostblocks in den 1970er und 1980er Jahren, aber wegen Unzuverlässigkeit und schlechter Bildqualität nicht sonderlich beliebt. Anfang der 1990er Jahren erhoben Wiener Studenten die Lomografie bzw. Lomography zu einer Kunstform als eine Stilrichtung innerhalb der Schnappschussfotografie. Keine Brennweite einstellen, sondern nur im Sucher das Bild aussuchen und draufdrücken. Ähnlich wie die im Westen zeitgleich propagierte Polaroid-Kompaktkameras – nur hier konnte man gleich ein Foto nach kurzem Wedeln im Winde herumzeigen.
Vorteil dieser Kameras im Gegensatz zu modernen Digitalkameras ist die Zusatzfunktion des Fischauges bzw. »Fisheye«. Ein herrlich komisches Accessoires der Lumografie bzw. Lumography: Ein viel zu großer Bildausschnitt wird auf ein viel zu kleinen Fotoausschnitt in Fischaugen-Optik zusammengezogen. Oder fotografieren Sie Ihren sich bewegenden Ausschnitt gleichzeitig viermal mit dem »Actionsampler«, um einen Film in Miniformat zu erstellen. Wirklich aufregender diese Kameras als mit schnöden Digitalkameras zu knipsen…