Der Möbelhersteller Wermo gründete sich als »Võru Mööblivabrik«, die wiederum aus der bereits 1947 geschaffenen »Võru Metsakaubandusladu« hervorging. Bei beiden Namen stand der Standort – Võru, im Südosten Estlands gelegen – Pate. Und angesichts dieser Lage wundert es kaum mehr, dass dem Möbel-Unternehmen im Laufe seiner Geschichte zahlreiche Wandlungen und Umwandlungen ins Haus standen: Unter anderem wird es in der Sowjetunion zum Kombinat und war in dieser Funktion hauptsächlich mit der Produktion von Wohnzimmermöbeln beschäftigt. Ab 1975 wurden die planwirtschaftlichen Fesseln ein wenig gelockert und das Unternehmen lieferte erstmals in den westlichen Markt, genauer gesagt nach Schweden. Infolge von Perestroika und Glasnost bzw. der frühen Emanzipation der Baltikstaaten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde die Firma am 30. Mai 1989 auf den weitaus vermarktungsfähigeren Herstellermarken-Namen Wermo umgetauft und 1995 privatisiert. Seit über 20 Jahren produziert nun die estnische Firma unkomplizierte, geradlinige Designmöbel aus massivem Holz oder Schichtholz, die in ihrer ausgezeichneten Qualität und schlichtem Design ein Leben lang treu bleiben. Selbst wenn die Designmöbel häufig umziehen müssen, zeichnen sie sich durch ihr perfektes Stecksystem aus: Das »Steckbett« nebst »Nachttisch« bzw. Hocker und das »Chivas Regalsystem« von Wermo lassen sich schnell auseinandernehmen, flach zusammenlegen und leicht wieder aufbauen.