Seit Arrmet in den 1990ern mit der Produktion seiner Sitzmöbel begann, konzentriert man sich hier auf das Material Kunststoff. Diese Konsequenz vorwiegend Kunststoffstühle zu produzieren ist umso bemerkenswerter, als dass die Region um Udine zu dieser Zeit noch als einer der wichtigsten Standorte der holzverarbeitenden Möbelindustrie Italiens gilt. Doch das italienische Unternehmen sucht die Chance im Anderssein und Andersmachen – und fasst mit seinem Design-Konzept der Kunststoffstühle rasch Fuß in der öffentlichen Objektausstattung von Schulen und Sälen. Nach und nach widmet sich die Firma auch Privathaushalten als Zielgruppe, was die Herausforderung beinhaltet, massenproduktionstaugliche Kunststoffstühle und Designmöbel von hohem Gestaltungswert zu schaffen. Arrmet meistert diesen Übergang mit Investitionen in die Fabrikation, in die Herstellung von Gussformen sowie mit packenden Entwürfen talentierter Designer.
In jede seiner Design-Neuheiten steckt das Unternehmen im Vorfeld einen hohen Aufwand von Markt- und Trendforschung: Jedes Designmöbel müsse seinen Platz zwischen der Markenidentität und dem Kundengeschmack finden. Falle das Designmöbel aus dieser empfindlichen Balance, drohe es ein Flop zu werden und schädige somit auf seine Weise die Fortentwicklung des Unternehmens.
Folglich werden Kunststoffstühle, Hocker und Tische, die bei Arrmet als Prototypen entstehen, auf ihre ästhetischen und ergonomischen Werte wie bei seinen großen Konkurrenten Kartell, Magis und Driade geprüft. Vielfach gilt als internes Design-Kriterium auch, ob und wie bei der Serienherstellung eines Designmöbels von der Verwendung zu Hause auf die Verwendung im öffentlichen Raum reagiert und umgerüstet werden kann. Hohe Beanspruchbarkeit und Kombinierbarkeit ist demnach ein weiters Plus der Designmöbel vom italienischen Design-Hersteller Arrmet.